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Nachfolgend haben wir einige Bilder zusammengestellt, die Ihnen einen Einblick geben, wie es bei uns auf der Baustelle aussieht und vorangeht. Die aktuellsten Bilder werden alle paar Tage unten neu angefügt. |
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Am 21. Januar 2005 ist es endlich soweit, und ich besteige in Zürich das Flugzeug mit Enddestination Bangkok International Airport. Seit wir im November 2004 das Land in Asien gekauft haben, kann mich fast nichts mehr in der Schweiz zurückhalten, und ich habe lange auf diesen Moment gewartet, endlich mit dem Projekt beginnen zu können. Im Reisegepäck mit dabei eine Menge von Plänen, Ideen und Träumen, zusammen mit viel Ungewissheit, Spannung und Erwartungen. Es ist mir von Anfang an bewusst, dass es nicht einfach sein wird, und ich muss mich auf vieles gefasst machen. Viel Unerwartetes wird auf mich zukommen, ob nun positiv oder negativ. Eines steht fest: Es wird ein Abenteuer. Vielleicht das grösste meines Lebens. |
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Nach einem kurzen Aufenthalt in Bangkok bin ich dann zur endgültigen Destination gereist, in die Region von unserem Grundstück. Die primäre Aufgabe besteht nun darin, ein Bauteam zusammenzustellen. Dies ist schon die erste grosse Herausforderung. Es sollen ja nicht einfach nur Leute sein, die etwas graben und Steine stapeln können, sondern Leute mit Erfahrung und Wissen. Nach einer Woche und vielen nerventötenden Gesprächen und Verhandlungen hab ich es dann endlich geschafft. Das Bauteam aus 4 Arbeitern und einer weiteren Person für zusätzliche Aufgaben steht, und am Freitag, dem 4. Februar 2005, geht's los. Also genau 2 Wochen nach meinem Ablug ab Zürich. |
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Der erste Schritt ist der Bau eines Hauses, oder besser gesagt Hütte, in der die Arbeiter während der Bauzeit wohnen. Dies ist üblich so hier. Erstens wohnen die Arbeiter meist weit weg von der Baustelle und sparen so den Anfahrtsweg, und zweitens ist gleichzeitig auch die Baustelle und das Baumaterial bewacht. Dies ist nämlich sehr wichtig hier. Was für uns einen unscheinbaren Wert hat, ist hier von grossem Wert, und dafür würde noch schnell mal jemand über die Mauer steigen und das Gesetz brechen. Nach 4 Bautagen ist das Werk vollendet und die Hütte steht. Ich selber habe dabei nicht mitgeredet, sondern die Arbeiter machen lassen. Schliesslich müssen sie darin wohnen und sich wohl fühlen. Aber verglichen mit anderen Baustellen-Hütten ist es ein Luxus-Haus, sogar mit Kühlschrank für kühle Getränke während dem Bau... |
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Nun geht es darum, den Standort für das erste Wohnhaus festzulegen. Ich habe dabei darauf geachtet, dass möglichst wenig der Bäume gefällt werden müssen. Aber dennoch kamen wir nicht darum herum, und einige Kokospalmen und Mangobäume mussten weg. Das Grundstück wurde ja vorher als Obstplantage genutzt, weshalb hier sehr viele Kokospalmen, Mangobäuem und andere tropische Fruchtbäume wachsen. Leider wurde in dieser Gegend der ursprüngliche Wald schon vor Jahrzehnten gerodet, um das Land für Reisfelder, Obstplantagen und Ackerbau zu nutzen. Das Fällen der Bäume war harte Arbeit von Hand, denn Kettensägen sind in Thailand nach wie vor verboten. Damit soll verhindert werden, dass weitere Waldstücke von den Bauern auf einfache Art abgeholzt werden. Eine gute Idee, nur hat sie leider nicht viel gebracht... |
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Am 13. Februar 2005 ist dann der erste Spatenstich für den Aushub für das Fundament vom Wohnhaus, und somit der Beginn der ersten Phase. In dieser Phase entsteht das erste Wohnhaus, die Lagerhalle und diverse Mauern um das Grundstück herum. In der zweiten Phase wird ein zweites Wohnhaus gebaut und es entstehen die Anlagen für die Haltung und Zucht der Tiere. In der dritten und vorerst letzten Phase werden noch einige Bungalows gebaut, welche für Ferien gemietet werden können. |
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Auch der Aushub ist harte Knochenarbeit. Der Boden ist steinhart, und Zentimeter für Zentimenter müssen mit der Hacke abgeschlagen werden. Nebst der konstanten Hitze und Feuchtigkeit machen einem die ständigen Fliegen zu schaffen, die um's Gesicht schwirren. Ich hab alles versucht, aber all die Sprays und Mittel nützen nichts. Da gib es nur eins: Sich damit abfinden! |
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Baustelle mitten im Bush. Wir sind umgeben von Palmen, Mangobäumen und anderen exotischen Pflanzen. Nebst den regelmässigen Schlägen der Hacken ist nichts zu hören, kein Motorengeräusch, keine Fahrzeuge, rein nichts, nur die vielfältigsten Stimmen der Natur. Kurz vor der Dämmerung beginnen jeweils aus allen Richtungen die Rufe der Tokkees. Sie sind überall, nur gesehen hab ich noch keinen. |
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Meine Hand war schneller als seine Beine! Beim Umstapeln von Brettern kam dieser Tokkee zum Vorschein. Jeden Abend hören wir sie rufen, aber hier auf dem Land leben sie sehr zurückgezogen und ängstlich. Und es ist das erste Mal, dass ich einen dieser wunderschönen Geckos auf unserem Grundstück zu Gesicht bekomme. |
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Nach einigen Fotos suche ich etwas abgelegen und versteckt eine Palme, wo ich das Tier wieder frei lasse. Versteckt deshalb, weil ich sicher gehen wollte, dass es die Arbeiter nicht sehen und den Gecko nachher womöglich wieder zu fangen versuchen. Hier wird alles gegessen... |
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Anlieferung vom Armierungseisen für das Fundament und einen Teil der Wände. Es ist schon fast selten, wenn ein Fahrzeug mit Kran die Ware anliefert. Normalerweise sitzen hinten drauf ein halbes Dutzend Arbeiter, welche jeweils das Material von Hand abladen. Steine, Sand, Kies, Zement, Holz, etc, wurde alles von Hand abgeladen. |
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Der Aushub für das Fundament vom knapp 300 Quadratmeter grossen Haus ist fertig. Auch ich hatte eine Hacke in der Hand und mitgeholfen, die Erde abzuschlagen. Nur war ich der einzige, der nachher Blasen an den Händen hatte... Ich habe mir von Anfang an vorgenommen, nicht nur Bauleiter zu spielen, sondern auch aktiv beim Bau mitzuhelfen. Jeden Tag erlebe und lerne ich neues, vorallem auch, wie man mit einfachen Mitteln sehr viel ereichen kann. Die Bautechnik hier kann nicht grad mit der von Europa verglichen werden. Aber dennoch ist für mich Qualität sehr wichtig, weshalb ich jeden Tag auf der Baustelle verbringe, und nebst dem Mithelfen auch ständige Qualitätskontrollen durchführe. |
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Sämtliches Werkzeug und Baumaterial muss neu angeschafft werden. Die Arbeiter sind nicht von einer Baufirma, und haben somit auch kein Werkzeug zur Verfügung. Hier der neue Betonmischer, welcher das Anmischen vom Beton vereinfacht und auch die Qualität vom Beton verbessert gegenüber dem Handmischen, was hier sehr oft praktiziert wird. |
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Die Vorbereitungen für das Fundament. In den Graben werden zwei Mauern gemacht, wo dann dazwischen das Armierungseisen verlegt wird und das ganze mit Beton ausgegossen wird. |
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Maurer und Hilfsarbeiter. Der Mann rechts zementiert Stein für Stein aneinander, während ihm der andere die Steine und den Zement zuführt. |
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Improvisierter Werkbank. Man muss sich zu helfen wissen, und das beherrschen die Leute hier. Mit 2 Latten entsteht ein Arbeitsplatz, an welchem das Armierungseisen abgebogen wird. |
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Die einzelnen Armierungseisen werden miteinander verbunden. 4 Tage lang haben wir nun nichts anderes gemacht als Armierungseisen geschnitten, abgebogen und zusammengebunden. Ich bin froh, dass es morgen der letzte Tag sein wird. Dann können wir endlich mit betonieren anfangen. |
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Ein weiterer Tag geht zu Ende. So sehen wir die Sonne jeden Tag untergehen, und wissen, dass es Zeit ist, die Arbeit niederzulegen und auf den nächsten Sonnenaufgang zu warten, welcher bestimmt kommt. Was auf diesem Bild leider nicht zu sehen ist, sind die zahlreichen Stimmen der Natur, die dieses Bild begleiten. |
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Endlich ist der Tag gekommen, an dem wir mit den Betonierarbeiten anfangen können. Dafür benötigen wir mehr Arbeiter, damit wir zügig vorankommen. 3 Personen schaufeln ständig Kies und Sand in die Plastikbehälter, die dann auf dem Podest für den Mischer aufgestapelt werden. Der Mischer auf dem Podest mischt im richtigen Verhältnis Kies, Sand und Zement, was dann auf der hinteren Seite von einem Arbeiter in Schubkarren geleert und von 2 weiteren Personen in die Fundament-Schalung verteilt wird. Arbeiter Nummer 8 verteilt schlussendlich in der Schalung den Beton gleichmässig. |
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Das Podest mit den vorbereiteten Plastikbehältern mit Sand und Kies. Doch leider kommen wir nicht weit mit betonieren. Ich verlasse nur ganz kurz die Baustelle, und als ich zurückkomme, hat sich grosse Aufregung verbreitet. Kaum angefangen, schon die erste grosse Panne. Einer der Arbeiter führt mich dann zu unserem Wasserloch, und mir wird schnell klar, wo das Problem liegt: Kein Wasser mehr! Das Wasserloch ist trocken und leer. In so einem Moment wird guter Rat teuer. Wir brauchen unbedingt Wasser, sonst liegt alles still. Dieses Wasserloch ist noch nicht die definitive Wasserversorgung und geht nur ca. 10 Meter tief. Die definitive Waserbohrung dann hingegen 40 bis 60 Meter tief und fördert immer Wasser. Nur bis die gemacht ist, dauert es... womöglich Wochen! Woher bekommen wir schnellstmöglich Wasser, damit die Baustelle nicht still steht? |
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Schnell finden wir eine passende Lösung. Mein Teich auf dem Grundstück ist sehr gross und tief, und liefert genügend Wasser, ohne dass der Wasserstand merklich sinken wird und das Leben darin bedrohen könnte. Zudem hat er einen Zufluss, der sogar jetzt in der Trockenzeit wenig Wasser zufördert. Also müssen sofort Wasserrohre her, um das Wasser vom Teich über das Grundstück zur ca. 100 Meter entfernten Baustelle zu pumpen. Nach 2 Stunden ist alles erledigt, und die Arbeiter können jubeln. Wir haben wieder Wasser! |
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Der Beton in der Schalung drin. Nach etwas mehr als 2 Tagen betonieren ist das Fundament fertig. An den Eckpunkten ragen die Armierungen raus für die Säulen, die als nächstes betoniert werden müssen. |
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8 Säulen sind geschalt und auch bereits schon mit Beton gefüllt. Ich habe mich gefragt, wie die Arbeiter wohl den Beton in die knapp 4 Meter hohe Schalung reinbringen werden. Und ich habe nicht schlecht gestaunt, als die erste Säule betoniert wurde. Ein Arbeiter füllt den fertig gemischten Beton in kleinere Eimer ab, und ein weiterer Arbeiter wirft einen nach dem anderen geschickt einem weiteren Arbeiter zu, der oben auf der Säule steht und die Eimer in die Schalung leert. Und das ganze ohne Beton zu verschütten und mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit. In weniger als einem halben Tag sind die ersten 8 Säulen betoniert. |
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Es geht voran! Die Tonsteine für die Mauern werden angeliefert und abgeladen - selbstverständlich von Hand! 3 Arbeiter stapeln fast 4 Stunden lang die 52'500 Steine vom Lastwagen auf die Baustelle. Man muss dabei bedenken, dass die Steine zuvor auf die gleiche Weise aufgeladen werden mussten! Ein ganzer Arbeitstag lang nur Steine stapeln... Und das für einen Lohn von umgerechnet ein paar wenigen Franken. |
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Warum ist es nur so heiss? Arbeiten - nein, das ist definitiv nichts für mich. Da grab ich mir doch lieber ein Loch in die tiefere noch feuchte und kühlere Sandschicht, und träume von einem saftigen Steak. Er und seine 2 Kollegen begleiten uns täglich bei den Arbeiten, aber auch ihnen macht die Hitze sichbar zu schaffen. |
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Eine weitere Variante, um den Zement in die Schalung für die Säulen zu füllen. Vermutlich war das Hinaufwerfen der Eimer zu mühsam, oder der Muskelkater macht zu schaffen, denn diese einiges amüsantere Art wurde nur grad am ersten Tag praktiziert. Nun werden die Eimer mit Zement gefüllt und dann zum obersten Mann oben auf der Schalung gereicht. Zwar nicht ganz so spektakulär wie das Hinaufwerfen, dafür einiges schneller. |
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Immer wieder begegne ich bei den Arbeiten auch Tieren. Vorallem Geckos, Agamen und Skinke sind viel zu sehen. Ab und zu hüpft auch mal eine Kröte wie hier oder ein Frosch weg. Mit Schlangen habe ich bis jetzt keine Begegnung gemacht, wobei es auch absolut nicht die Jahreszeit für das einfache Auffinden von Reptilien und Amphibien ist. Dafür ist es momentan zu trocken und zu heiss. Lediglich eine Schlangenhaut einer Rattennatter habe ich bis jetzt im Gestrüpp gefunden. |
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Das Fundament und die Säulen sind gemacht, also geht es weiter mit den Mauern. Dieser untere der Teil der Mauer wird schlussendlich nicht mehr zu sehen sein, da sie unter dem Boden ist. Die Wand besteht aus zwei Mauern, welche mit Zement aufgefüllt werden. Somit entsteht ein stabiler und gut isolierender Bau. Auf diesen unteren Teil der Mauer kommt dann der Fussboden. |
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In der Zwischenzeit konnte ich das Bauteam um 2 Personen erweitern, und es arbeiten nun auch zwei Frauen mit. Wir sind nun 7 Personan, die am Bau beschäftigt sind. Zu Beginn war ich skeptisch, Frauen mitarbeiten zu lassen, denn die Arbeiten sind hart und streng. Dies war für mich sehr ungewohnt, und ich hatte ein schlechtes Gewissen. Aber sie wollten unbedingt mitmachen, und seien sich solche Arbeiten gewohnt. Nun, das stimmt. Sehr oft sieht man hier Frauen die sehr harten Feldarbeiten bewältigen. Also war ich damit einverstanden, und nun gehören Sie zum Team. Und ich staunte nicht schlecht: Sie hier im Bild mauert schneller und exakter als all die Männer! |
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Die Grundmauern sind gemacht. Nun muss der gesamte innere Teil mit Erde aufgefüllt werden, damit dann darauf der Boden betoniert werden kann. |
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Die fertige Grundmauer. Die scharzen Schläuche werden innen und aussen vom Haus unter den Fussboden verlegt und Anschlüsse nach aussen gezogen, durch welche dann in regelmässigen Abständen eine Flüssigkeit gegen Termiten gepumpt werden kann. Dies ist sehr wichtig, denn Termiten sind sehr hartnäckig und können ein Haus in kurzer Zeit zerstören. Auf dem Grundstück hat es einige Termitenhügel, und bei Grabarbeiten fanden wir auch diverse Termitenbauten unter dem Boden. |
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Zur exakten Vermessung des Grundstücks muss das Land-Amt vorbeikommen. Das sind so Tage, die würde ich noch so gerne aus dem Programm streichen! Aber es ist eine Notwendigkeit, denn ohne die exakten Grenzen zu kennen, können keine Mauern gebaut werden. Normalerweise dauert so ein Termin ca. 3 Monate! Nun, da ich nicht so lange warten kann und möchte, heisst es zahlen! Es war ein ganz ordentlicher Betrag, vorallem für die Verhältnisse hier in Asien, aber dafür hatten sie plötzlich noch in der selben Woche Zeit, um vorbeizukommen... Zu Beginn sieht es ganz professionell aus, mit Vermessungsgerät und so, aber als dann Markiersteine im Boden fehlen und Bäume die Sicht versperren, wird die Arbeitsweise umgestellt auf asiatisch. Dies ist für mich der Moment, die Kamera wegzulegen und den 3 Herren etwas genauer auf die Finger zu sehen, was und wo da genau vermessen wird. Denn was jetzt markiert wird, das zählt für die Zukunft. Alle Nachbarn müssen ein Dokument unterschreiben, und es kann nichts mehr gerüttelt werden an der Grenze. Das Vermessen hat dann schlussendlich ganze 3 Tage gebraucht... Und meine Nerven waren so ziemlich am Ende! |
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Wieder mal ein Tag, der Aufregung der besonderen Art bringt. Bei Grabarbeiten für den Graben der Mauer kriecht plötzlich diese Schlange (Lycodon laoensis, wird bis 60 cm lang) im Graben entlang. Die erste Schlange, die ich nun auf dem Grundstück sehe. Wobei ich auch noch nie gross zum Suchen gekommen bin, und ja eben auch die Jahreszeit sehr schlecht ist dafür. |
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Ich nutze dann dieses Ereignis grad, um meine Arbeiter über Schlangen aufzuklären. Auf meinem Grundstück sind Schlangen keine Nahrung, und sie dürfen nicht verletzt oder getötet werden! Alle sind damit einverstanden, und bei jedem weiteren Schlangenkontakt werde ich gerufen. In der Mittagspause habe ich zusammen mit den Arbeitern ein Reptilienbuch durchgeblättert, und sie zeigen mir, was sie in der Gegend schon alles gesehen haben. Es tönt sehr interessant: Netzpython, Tigerpython, Warane, Kobras und viele weitere kleinere Arten. Beim Bild der Schmetterlingsagame erklärt mir einer der Arbeiter, dass diese sehr gut schmecken... |
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Es müssen leider einige Bäume gefällt werden, die genau auf der Grenzlinie stehen. Es sind dies aber gottseidank nur Kokospalmen, die ohnehin wieder sehr schnell nachwachsen. Ich kann mich also damit abfinden, obwohl es mir schwer fällt. Den Arbeitern hingegen fällt dies überhaupt nicht schwer. Thailänder hauen gerne Bäume um, wie ich feststellen musste, und für sie ist dieser Tag wie Weihnachten. |
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Hallo, lasst mich raus hier! Noch ganz jung, aber trotzdem muss man bei den Grossen mit dabei sein. Seine verspielte Art bringt etwas Abwechslung zur harten Arbeit, weshalb wir ihn ab und zu auf der Baustelle rumspielen lassen. Aber normalerweise gilt für ihn: Betreten der Baustelle verboten! |
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In der Zwischenzeit haben wir parallel zum Haus auch mit dem Aushub für die Lagerhalle angefangen. Sie wird gut 200 Quadratmeter gross und hat eine Ladestation für Uebersee-Container. Die Schiffscontainer werden dann hier geladen und zum nicht weit entfernten Seehafen transportiert, von wo aus sie per Schiff zu uns in die Schweiz gelangen. |
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Das gegen Rost behandelte Eisen. Dass ich dieses Bild hier eingefügt habe, hat einen ganz bestimmten Grund. Und zwar haben mir die Arbeiter bei den Spritzarbeiten mal wieder gezeigt, wie einfach sie sich manchmal zu helfen wissen. Nach einem Tag spritzen war bei der vom Nachbarn ausgeliehenen Spritzpistole die Dichtung kaputt, und es war keine Ersatzdichtung aufzutreiben. Da hat einer der Arbeiter seine Schlupfschuhe ausgezogen und kurzerhand aus der Gummisohle eine Dichtung geschnitten. Ideen muss man haben! Und weiter geht es mit Spritzen. |
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Der Graben für eine der zahlreichen Mauern, die entstehen werden für die Grundstückumrandung und die Zuchtanlagen. Dieser Graben hier ist gut 150 Meter lang und 60cm tief in den steinharten Boden geschlagen. Aber auch hier hat sich mal wieder die asiatische Genauigkeit bemerkbar gemacht. Das Land-Amt hat entlang dem gesamten Grundstück Markierungspfosten gesetzt, die das Graben entlang der Grenze erleichtern sollen. Zusätzlich spanne ich jedoch vom einen Ende zum anderen noch eine Schnur, und muss mit Entsetzen feststellen, dass die Markierungspfosten gar nicht in einer Linie stehen! Einige weichen bis zu 20cm von der Linie ab. Und das, obwohl diese vom Landamt mit "Präzisionsinstrumenten" gesetzt wurden. Aber eigentlich erstaunt mich das gar nicht so sehr. Ich hab schon etliche solche Dinge erlebt, seit ich hier mit Bauen angefangen habe. Die Frage ist nur, wie man dieses Problem nun löst... |
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Handarbeit am Graben. Gewisse Grabarbeiten können wir mit dem Bagger machen, leider jedoch nicht alles. Vielerorts muss zwischen Pflanzen und an sonst unzugänglichen Stellen gegraben werden, so dass der Bagger zu viel zerstören würde. Da gibt's nur eines: Mit Pickel, Stecheisen und Hacke Zentimenter für Zentimeter abschlagen. Wie hart der Boden ist, glaubt man erst, wenn man selber mitgearbeitet hat. |
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Von Hand und mit der Plastikschale wird dann die abgeschlagene Erde aus dem Graben geleert. Wir arbeiten im 2er Team. Der eine arbeitet, der ander erholt sich während dieser Zeit. |
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Topaktuelles Bild von heute, dem 13. März 2005, genau 1 Monat nach dem ersten Spatenstich. Oben auf den Säulen sind bereits die ersten Ansätze von der Dachkonstruktion zu sehen, und am Boden ist das Armierungseisen für den Betonboden verlegt. Es ist mal wieder einer der härteren Tage, wenn nicht der härteste. Die Temperaturen sind um 36°C rum, die Sonne drückt und es geht fast kein Wind. Zusammen mit einem Arbeiter verlege ich an der prallen Sonne den ganzen Tag lang das Armierungsgitter, während die anderen Arbeiter an der Dachkonstruktion arbeiten, damit wir bald Schatten haben. Die wärmsten Monate stehen nämlich kurz bevor! |
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Seit Tagen versuche ich, Fertigbeton für den Boden zu bekommen, da wir diese grosse Menge, die auf einmal benötigt wird, nicht selber machen. Aber das ist gar nicht so einfach, wie sich herausstellt. Wegen Sandmangel in der ganzen Gegend gibt's auch kein Beton! Dank guten Beziehungen bekomme ich dann nach 3 Tagen doch eine Zusage, und ab 13.00 Uhr ist für alle 30 Minuten ein LKW mit Fertigbeton bestellt, total 6 Stück. Die gute Laune wird jedoch schnell verdorben, denn am Vormittag trüben dunkle Gewitterwolken die Stimmung, und nicht viel später setzt heftiger Regen und Donner ein. Nun stehe ich vor einer schweren Entscheidung: Pokern und hoffen, dass der Regen am Nachmittag aufhört, oder den Beton abbestellen und damit das Risiko eingehen, dass wir womöglich dann wieder Tage wenn nicht gar Wochen auf Beton warten müssen. Ich entscheide mich für das Risiko mit dem Wetter. Um 13.00 Uhr immer noch heftiger Regen, aber auch kein LKW mit Beton. Das gesamte Personal ist bereit und wartet ungedultig. Wann kommt der Beton? Kommt er überhaupt? |
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Dann, endlich, kurz nach 15.00 Uhr, hören wir ein entferntes Motorenbrummen, welches die Stille unterbricht. Und wenig später sehen wir das erste Fahrzeug. Wie jedoch auf dem Bild gut zu sehen ist, spielt neben der asiatischen Pünktlichkeit auch die asiatische Genauigkeit voll mit. Anstatt dem einen LKW treffen grad mal 3 zusammen ein! Nun, wir nehmen es, wie es kommt. Hauptsache es kommt... |
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Mit einem halbierten Plastikrohr machen wir eine Betonrutsche. Der grosse Moment ist gekommen, und in wenigen Sekunden fliesst der erste Beton für den Boden. |
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Mit Hacken und Holzrechen wird der Beton verteilt. Da dies schnell gehen muss und eine anstrengende Arbeit ist, erhalten wir noch 2 zusätzliche Arbeiter, welche von der Feldarbeit des Nachbarn abgezweigt werden. Erst später stelle ich mit Entsetzen fest, dass diese gar keine Gummistiefel haben, und mit den nackten Füssen im Beton rumlaufen! Der Einsatz und die Hilfsbereitschaft ist so enorm gross! Für mich ist jedoch klar, dass ich zum nahegelegenen Shop eile, um zwei weitere Paar Gummistiefel zu kaufen, welche mit grosser Freude entgegengenommen werden. |
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Es geht zu und her wie in einem Ameisenhaufen. Jeder weiss genau, was er zu tun hat, und mit grossem Eifer entsteht Schrit für Schritt mein Boden. Die 9 Arbeiter wissen genau, dass wir vor Einbruch der Dämmerung fertig sein müssen. |
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Mit erstaunlicher Geschicklichkeit und Genauigkeit wird der Beton verteilt und abgestrichen. Mein Pokern mit dem Wetter hat sich übrigens dank der über 2-stündigen Verspätung der LKW's als die richtige Entscheidung gezeigt. Kein weiterer Tropfen Regen fällt mehr, und das Klima ist perfekt für solche Betonarbeiten. |
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Hundeleine auf asiatisch! Nachdem Boboo zweimal in den frischen Beton getreten ist, muss er an die Leine. Dies macht ihm grad überhaupt keine Freude, und frustriert sieht er uns aus sicherer Entfernung beim Arbeiten zu. |
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Der fertige Boden. Vorne ragen ein Teil der Wasserohre raus für die sanitären Anlagen, und links und rechts im Bild wird bereits mit den Mauern für die Hauswände begonnen. |
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Beton für das Fundament für eine der vielen Mauern. Ein Grossteil der Zuchtanlagen wird aus stabilen Mauern aufgebaut. Die einzelnen Zuchtgehege haben eine Grösse von je 4 bis 9 Quadratmeter, und sind nach oben offen, so dass das optimale Klima hier voll ausgenützt werden kann. Von diesen Gehegen entstehen total ca. 600 bis 800 Stück! Dazu kommen noch ein paar Dutzend grössere Gehege und vorerst mal ca. 200 Gitterkäfige, welche ebenfalls je eine Fläche von mindestens 4 Quadratmeter und eine Höhe von über 2 Meter haben. |
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Anlieferung der Dachziegel für das Haus. Der LkW ist zu gross, und kann wegen den bereits vielerorts gemachten Gräben nicht auf mein Grundstück fahren! Aber Nachbarschaft wird hier gross geschrieben, und so wird die Zufahrt über das Nachbarfeld gelöst. |
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Auf gut 6 Meter Höhe entsteht der Dachspitz. Die gesamte Dachkonstruktion wird aus massiven Eisenträgern zusammengeschweisst. Ich selber muss auch ein paar mal rauf auf das Gerüst. Aber wohl ist mir dabei nicht... Ich halte mich mehr an der Dachkonstruktion fest als am Gerüst, denn diese sieht doch einiges stabiler und vertrauenswürdiger aus! |
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Langsam ist zu erkennen, was es mal geben soll. Immer wieder mal haben wir Besuch von Nachbarn und anderen Leuten aus der Gegend, die vorbeischauen und unser Werk bestaunen. Diese stabile und professionelle Bauweise ist hier sonst fast nicht bekannt. Selbst meinen Arbeitern war zu Beginn meine gewünschte Bauweise fremd, und auch heute noch haben wir immer mal wieder ganz amüsante Unterhaltungen mit Händen und Füssen, in denen ich ihnen Anleitungen für die nächsten Schritte gebe. Ich spreche nämlich kein Thai, und sie kein Englisch oder Deutsch! Aber wir verstehen uns. |
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Ein weiterer Sonntag geht zu Ende. Relativ spät verlasse ich heute die Baustelle. Auf dem Weg zurück zu meinem Miethaus in der Stadt, in welchem ich wohne, bis mein eigenes Haus bewohnbar wird, esse ich noch kurz etwas und komme gegen 22.00 Uhr zu Hause an. Es war ein anstrengender Tag, und ich bin sehr müde. Dennoch bemerke ich in der Einfahrt der Mauer entlang in der Dunkelheit etwas, was mich hellwach werden lässt. Eine Schlange! Und dann noch was für eine! Diese bodenbewohnende Viper (Calloselasma rhodostoma, wird bis ca. 1 Meter lang) ist eine der giftigsten Schlangen Thailands und auch für den Menschen äusserst gefährlich! Ein Biss kann durchaus tödlich enden. |
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Natürlich habe ich all meine Hilfsmittel auf der Farm, denn dort erwarte ich eigentlich eher so was giftiges als hier mitten in der Stadt. Also kein Behälter, kein Schlangenhaken und keine Zange! Aber ich bin in Asien, und da wird improvisiert. Diese leere Kartonschachtel vom Reiskocher und das lange Messer tun es auch, um die Schlange vorerst mal unterbringen zu können. Dank den fast endlosen Ladenöffnunszeiten hier kann ich noch in aller Ruhe einen sicheren Plastikbehälter und eine lange Grillzange kaufen gehen, um die Schlange anschliessend sicherer unterbringen zu können. Nun noch etwas Arbeit am PC, und dann ist auch dieser Sonntag vorüber. Gerne würde ich mal einen Tag lang einfach nichts tun und entspannen, aber das liegt momentan nicht drin. Ich werde jeden Tag auf der Baustelle gebraucht. Und das wird auch die nächsten paar Wochen noch so sein. |
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Auch dieser Ochsenfrosch ist einer der vielen Gäste um mein Miethaus rum. Ich sehe ihn fast jeden Abend, wenn ich nach Hause komme, in der Einfahrt sitzen und kleine Insekten jagen. Neben ihm bewohnen auch diverse Hausgeckos und andere Frösche mein Garten und die Hauswände. Nun noch die Schlange (wieviele weitere hat es wohl noch...?) und auch ein Tokkee hör ich ab und zu. Im Haus drin hab ich ebenfalls 2 Hausgeckos, welche fleissig die wenigen Insekten fressen, die halt manchmal reinkommen, und in der Waschküche seh ich ab und zu eine grosse Spinne. Keine Ahnung, was das für eine Art ist, aber sie sieht ungemütlich aus! |
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Schweissarbeiten an der Dachkonstruktion. Es ist zu bewundern, wie diese beiden Arbeiter bereits seit Tagen bei kaum auszuhaltender Hitze an der Dachkonstruktion arbeiten, und das den ganzen Tag lang gut 3 Meter und mehr ab Boden auf den den wackligen Eisenprofilen. Das Eisen wird von der Sonne so stark aufgeheizt, dass ich es mit blossen Händen nicht halten kann. |
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Es hat sich schnell mal rumgesprochen, dass hier gebaut wird. So haben wir dann auch regelmässig Besuch vom fahrenden Glace-Verkäufer oder anderen fahrenden Imbiss-Ständen. Auf dem Motorrad kommen sie daher, und verkaufen für ein paar Rappen ihre Esswaren. Vorallem aber er hier wird immer sehnlichst erwartet, und alle freuen sich auf die kurze Glacepause, allen voran Boboo, der als erster neben der Kühlbox steht und sich auf die kühle Erfrischung freut. |
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Aktuelles Bild von heute Karfreitag, 25. März 2005. Die Hauptkonstruktion vom Dach steht. Was aber schon ziemlich fertig aussieht, ist noch lange nicht fertig. Es fehlen noch zahlreiche Stützträger und Schweiss-Stellen, die noch zu machen sind. Und dann müssen noch all die Querprofile angeschweisst werden, auf denen dann schlussendlich die Ziegel aufliegen. Und bevor die Isolationsfolie und die Ziegel verlegt werden können, müssen in mühsamer Arbeit alle Schweiss-Stellen nachgestrichen werden. Nur schon beim Gedanken daran wird mir übel. Streichen und malen war noch nie meine Leidenschaft, und hier bei 40°C und mehr an der prallen Sonne auf den Trägern gut 6 Meter ab Boden ist es erst recht eine Qual. Aber da müssen wir durch. |
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Mal ein Bild aus einer anderen Perspektive aus gut 3 Metern ab Boden. Anhand der beiden Arbeiter am linken Bildrand ist zu erkennen, wie gross die ganze Dachkonstruktion wird. Allein die Dachziegel haben ein Gewicht von rund 16 Tonnen, und dazu kommt noch das Eigengewicht vom Eisen. Weitere Lasten kommen aber im Gegensatz zur Schweiz nicht mehr dazu. Hier in Asien wird nie Schnee auf dem Dach liegen! |
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Auf dieses und das nachfolgende Bild bin ich besonders stolz. Ich habe mich dazu überwunden, auf den Spitz der Dachkonstruktion zu klettern, fast 7 Meter ab Boden. Das tönt zwar nicht besonders hoch, und sieht von unten auch nicht so aus, aber wenn man obendrauf sitzt oder auf dem Weg dazu ist, und auf den noch wackligen Trägern emporklettert, dann sieht das ganze doch etwas anders aus... |
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Aber es hat sich gelohnt. Zum ersten Mal sehe ich mein Land aus dieser Perspektive. Das Bild zeigt die Sicht nach Süden auf unser Grundstück. Die Rundumsicht ist so gigantisch, dass ich spontan entscheide, zu einem späteren Zeitpunkt einen Turm aufzubauen, der dann aber noch ein Stück höher werden soll. |
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Umgeben von Natur! |
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Was für ein erfreuliches Bild! Beim Kontrollblick in den Käfig meiner Wolfszahnnatter stelle ich fest, dass sie in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag 5 Eier abgelegt hat. Vor 3 Tagen noch hat sie einen asiatischen Hausgecko gefressen, welchen ich an der Aussenmauer von meinem Miethaus gefangen habe. Auch meine Viper scheint hungrig zu sein, wobei sie bald in die Häutung kommt. Danach werd ich versuchen, irgendwo eine kleine Maus aufzutreiben. Nicht einfach hier, aber vielleicht muss ich das dann mal mit einem Tagestrip nach Bangkok verbinden. Dort sind auf dem Tiermarkt Futtermäuse in allen Grössen erhältlich. |
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Der grösste Teil der Aussenmauern steht nun bereits, und auch ein Teil der Innenmauerm ist gemacht. Diese können jedoch nur schrittweise aufgemauert werden, und werden dann immer wieder mit Beton gefüllt. Nachdem uns eine Mauer eingestürzt ist, weil die Last durch den Beton zu gross wurde, sind wir vorsichtig geworden und füllen den Beton nur noch schichtweise ein, und lassen dann diese Schichten jeweils abbinden, bevor die nächste Schicht aufgefüllt wird. Für die Arbeiter ist dies Arbeitsweise komplett fremd, denn normal wird hier nur einfach aufgemauert, und nicht doppelwandig und mit Betonfüllung. Deshalb auch die gewissen Anfangsschwierigkeiten, die aber schnell behoben werden konnten. |
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Die Aussenmauern bis zur oberen Fensterhöhe stehen. Nun müssen dann als nächstes Betonbalken gegossen werden, die über die Fenster und Türen kommen für die notwendige Stabilität. Dafür muss aber zur Abwechslung mal wieder Armierungseisen abgebogen und gebunden werden... Eine Arbeiterin vom Nachbarfeld hat aber grad nichts zu tun und übernimmt diese Arbeit noch so gerne für uns! |
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Das Dachgerüst nach Osten hin ist nun fertig, und die Querprofile sind fertig angeschweisst. Einen ganzen Tag lang klettere ich auf dieser Seite rum und streiche sämtliche Schweiss-Stellen nach, damit sie später nicht durchrosten. Schon wenige Stunden nach dem Schweissen setzt leichter Rost an, bedingt durch die hohe Luftfeuchtigkeit hier. |
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Noch ein letzter Kontrollgang über das Gestell. Heute ist der grosse Tag, und wir beginnen das Dach mit den Ziegeln abzudecken. Wie lange haben wir nun auf diesen Moment gewartet! Ich habe entschieden, zuerst die Seite nach Osten und dann nach Westen fertig zu machen. Diese Entscheidung habe ich allein aufgrund der Sonnenwanderung gemacht. Dadurch haben wir dann einen grossen Teil vom Tag Schatten, und das Arbeiten wird dann einiges angenehmer, zumindest für die Arbeiter am Boden unten. Auf dem Dach oben wird es heiss bleiben. Aber auch der Rest vom Dach wird irgendwann mal fertig, hoffentlich... |
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Zuerst wird die Spezialfolie auf die Träger gelegt, worauf dann die Ziegel kommen. Diese Folie soll rund 95% der Sonneneinstrahlung abhalten und später für ein angenehmeres Klima im Haus drin sorgen. Leider erst später... |
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Die ersten Ziegel werden verlegt. Bei uns herrscht ja eigentlich immer gute Stimmung auf dem Bau, aber heute haben wir Bombenstimmung! Wir alle warten schon so lange auf diesen Augenblick. Nicht nur ich, auch die Arbeiter freuen sich darauf, wenn das Dach fertig wird. Natürlich müssen all die Ziegel auf das Dach rauf, und dies geschieht wieder von Hand in einer Menschenkette. Leider kann ich davon kein Bild machen, denn ich bin ebenfalls ein Glied in dieser Kette, so ziemlich in der Mitte drin. |
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Für diese eine Seite benötigen wir rund 1000 Ziegel, und jeder wiegt 4 Kilo. Und jeder muss von Hand zuerst zum Haus gebracht und dann hinaufgegeben werden. Wir konnten ja bei der Anlieferung mit dem LKW nicht bis zum Haus fahren wegen der Grösse vom Fahrzeug und den vielerorts bereits gemachten Gräben. Wohl mal wieder einer der strengsten Tage, und das Klima ist mal wieder voll gegen uns. Zweimal kurz Regen, und dann Sonneneinstrahlung pur. Die Temperatur wie auch die Luftfeuchtigkeit schnellen in die Höhe, und der Schweiss läuft nur so! Aber Reihe für Reihe deckt sich, und jeder kennt nur ein Ziel: Durchhalten!! |
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Am Abend, kurz vor Sonnenuntergang, ist dann der Grossteil der ersten Seite gemacht. Vor Freude spüren wir nicht mal die Schmerzen in den Armen, das wird dann wohl später noch kommen. Für den obersten Teil müssen wir uns zuerst noch was einfallen lassen, wie wir die Ziegel einfach und speditiv nach oben bringen. Denn für die Menschenkette wird es fast zu hoch, resp. wir haben dafür zu wenig Leute... |
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Das muss gefeiert werden! Gemütliches Zusammensitzen unter dem ersten Dachteil, mit Whisky und Wein. Für uns alle ein besonderer Moment, der gefeiert werden soll. Die ganz grosse Feier ist dann aber angesagt, sobald das Dach ganz fertig ist. Dann wird dann wohl eine Flasche Whisky nicht mehr reichen...? |
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Nachdem sich nun meine Viper gehäutet hat, habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich am einfachsten zu einer kleinen Maus komme. Ein Trip nach Bangkok liegt nämlich im Moment zeitlich nicht drin. Gestern Abend bin ich dann rein zufällig bei einem Fest mit Markt an einen Stand gelaufen, wo Haustiere verkauft wurden. Glücklicherweise fand ich auch einen kleinen Hamster im Angebot... Gierig wurde dieser von meiner Viper sofort angenommen und verschlungen. |
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Inzwischen sind wir bereits bei der vierten und letzten Dachseite angelangt. 3 Seiten sind bereits vollständig gedeckt, und das Klima im Haus drinnen ist nun schon sehr viel angenehmer. Noch einen halben Tag, und auch die vierte Seite ist fertig. Dann müssen "nur" noch die 4 Kanten fertig abgeschlossen und abgedichtet werden, und der Abschluss oben muss noch gemacht werden. Und schon wär dann das Dach fertig, rund 4 Wochen später als zuerst mal angenommen und gerechnet...! Auch unten bei den Mauern gehts weiter, und die Stürze überhalb der Fenster sind bereits geschalt und mit Beton gefüllt. |
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Sicht vom Dachsptiz in Richtung Süden. Im Hintergrund ist ein Teil von unserem Grundstück zu sehen. Die Arbeiten hier oben auf dem bereits zu einem Teil gedeckten Dach sind nun noch viel harter als vorher. Die Ziegel ziehen die Wärme regelrecht an und man kommt sich vor wie ein Stück Fleisch auf dem Grill. Ich versuchte mal kurz, ohne Schuhe auf dem Dach rumzulaufen. Keine Chance! Es ist viel zu heiss. Nicht mal die Arbeiter, und die sind sich ja einiges mehr gewohnt als ich, halten es ohne Schuhe aus. Ich habe sie dazu aufgefordert, nachdem das grosse Gelächter losging, weil ich jauchzend wieder zu meinen Schuhen zurückgerannt bin. |
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Text folgt... |
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Das sind so die Temperaturen hier.... An der Sonne ist es noch ein Stück wärmer... |
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Man kann die Hitze fast sehen! Ab und zu halten sich die Arbeiter ein Stück Isolationsfolie über den Kopf, weil sonst die Hitze fast nicht mehr auszuhalten ist. |
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Neujahrsfeier in Thailand. Fast eine Woche lang wird nun schon gefeiert. Die Hauptfeier ist jedoch nicht in jeder Gegend zur gleichen Zeit. In Bangkok ist sie bereits vorbei, und hier bei uns ist sie am 18. und 19. April. Man bespritzt sich mit Wasser von Fahrzeugen aus und vom Strassenrand her und wird bemalt mit einer weissen Masse. In der ganzen Stadt sind die Strassen nass wie nach einem heftigen Gewitter. Und man soll ja nicht versuchen, trocken und unbemalt von A nach B zu gelangen! Keine Chance! Kaum zum Haus aus, warten schon die ersten gefüllten Wasserschalen, Wasserspritzpistolen, Eimer und Wasserschläuche. Und ich als Auländer habe ohnehin keine Chance, auch nur 10 Meter weit trocken voranzukommen. Bereits nach wenigen Minuten bin ich nass bis auf die Haut und weiss bemalt. Neujahrsfeier mal ganz anders. |
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Blick vom oberen Stock auf die noch letzte offene Dachseite. Wenn ich so da oben stehe und den ersten Dachträger betrachte, den wir angeschweisst haben, dann bin ich sehr froh, dass das ganze durchgestanden ist. Alle weiteren Dächer, die wir noch bauen müssen, sind entweder kleiner oder weniger schwer und somit weniger aufwendig. |
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Auch der Innenausbau geht voran. Rechts von der Bildmitte ist der Haupteingang zu sehen. In der Bildmitte werden links das Badezimmer und rechts die Toilette aufgemauert, und links vom Badezimmer kommt die Küche. Am rechten Bildrand ist eine der beiden grossen Terrassen zu sehen. |
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Ich hab es mal wieder geschafft, etwas lebendiges vor die Linse zu bekommen. Ueberall raschelt es, aber man sieht meistens nur noch den Schwanz im Gestrüpp verschwinden. Durch die grosse Wärme sind die Echsen entweder sehr aktiv und schnell, oder kommen schon erst gar nicht mehr zum Aufwärmen hervor. Diesen Sphenomorphus maculatus (Skink) habe ich am Morgen "erwischt". Auch Schmetterlingsagamen habe ich schon einige gesehen, aber nur auf grosse Distanz oder dann eben nur noch den Schwanz... Sobald ich mal etwas mehr Zeit habe, werd ich versuchen, von all den Agamen, Skinken und Geckos, die auf meinem Grundstück leben, Fotos zu machen. Es sind nicht grad wenige! |
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Aktuelles Bild von heute, 23. April 2005. Alle Wände sind fertig gemauert, aussen wie auch innen, und das Dach ist bis auf die 4 Kanten und den Spitz fertig gedeckt. Auch die Dachumrandung und die Dachuntersicht fehlen noch, aber die werden erst ganz am Schluss angebracht, sobald der Aussenputz fertig ist. Die weiteren Schritte sind nun aussen und innen verputzen, Fenster und Türen einbauen, Decken reinmachen, Boden verlegen, etc. |
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Das Meer liegt zwar grad um die Ecke, aber ich hatte bis jetzt noch keine Lust oder Gelegenheit, mich darin abzukühlen. Lediglich im kleinen Restaurant direkt am Strand bin ich ein regelmässiger Gast. |
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Weiter gehts im zeiten Teil der Beschreibung "Momentaner Stand Teil 2". |
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