Reptilien - Center in Schlieren
 Online-Shop Galerie Diskussionen Downloads Sitemap


Reptilien - Center
  • Willkommen
  • Unser Laden
  • Öffnungszeiten
  • Wegbeschreibung
  • Kontakt

  • Unsere Farm in Asien
  • Uebersichtskarte
  • Ideen+Hintergruende
  • Entwicklung Teil 1
  • Entwicklung Teil 2
  • Entwicklung Teil 3
  • Entwicklung Teil 4
  • Entwicklung Teil 5
  • Entwicklung Teil 6
  • Kontakt

  • Seebeben-Spendentag im Reptilien-Center
  • Bilder allgemein
  • Bilder der "Mutigen"

  • Newsletter
  • An- / Abmelden
  • Archiv

  •  
    Entwicklung Teil 2
    Fortsetzung von "Aktueller Stand Teil 1":
       
        

    Diese wunderschoene Chrysopelea ornata hat einer der Arbeiter am fruehen Morgen auf der Baustelle direkt neben dem Haus gefunden. Mit sehr viel Ueberwindung hat er sie fuer mich eingefangen und mich damit ueberrascht, als ich etwas spaeter eintreffe. In der Zwischenzeit hat sie sich sehr gut bei mir eingelebt und frisst gierig Hausgeckos. Lediglich fuer diese Fotoaufnahmen ist sie nicht so zu begeistern, und beisst mehrmals kraeftig zu. Einige Tage spaeter kriecht mitten am Nachmittag nochmals eine Ch. ornata ueber die Naturstrasse. Bis ich aber den Toeff abgestellt habe, hat sie bereits den nahegelegenen Baum erreicht und kriecht flink den Baumstamm hoch. Es ist bekannt, dass diese Art an glatten Baumstaemmen sehr gut emporklettern kann, aber als ich das nun live mitsehe, bin ich sprachlos. Das geht so schnell und geschickt, dass ich nur staunen kann. Ich entdecke sie zwar dann ca. 5 Meter ab Boden in einem Astspalt, habe aber keine Chance, an sie ranzukommen. Der Spalt ist zu eng und zu tief. Nicht mal ein Foto kann ich machen, denn die Kamera ist unten beim Toeff, und nochmals klettere ich diesen Baum nicht rauf.... Bei mir gehts nicht so einfach wie bei der Schlange!

    Und grad nochmals eine tierische Ueberraschung! Bei mir auf dem Grundstueck leben nebst den zahlreichen kleinen und mittleren Spinnenarten auch die ganz grossen: Diese Vogelspinne haben wir im Boden ausgegraben. Lediglich ein kleines Loch mit etwas Spinnengewebe am Boden verraet, dass rund 60cm tiefer eine Spinne wohnt. Teilweise kann man sie mit einem Grashalm herauslocken, aber das funktioniert leider nicht immer, und dann muss sehr sorgfaeltig gegraben werden, dass man die Spinne nicht verletzt. Und dann aufpassen, dass sie nicht zubeisst: Diese Art ist sehr aggressiv!

    Nun aber wieder weiter mit arbeiten. Im Moment sind wir am Innenbereich, und verputzen die Waende. Eine sehr aufwendige Arbeit, die nun schon etliche Tage in Anspruch nimmt. Aber die Arbeiter machen dies mit der gewohnten Genauigkeit, und sehr sorgfaeltig wird der Zementputz aufgetragen, verteilt und verstrichen. Ende Woche koennen wir mit den Aussenwaenden anfangen.

    Das fast fertige Dach. Lediglich die Dachuntersicht und die Dachumrandung fehlen noch. Aber das ist mein Ziel fuer die kommende Woche. Ich weiss, ich habe mir damit viel vorgenommen, denn die Arbeit im Innenbereich waere einiges angenehmer, aber man soll sich Ziele setzen. Ob ich dieses Ziel erreichen kann, werden Sie ja bald hier sehen koennen... Auch beim Dach habe ich mir etwas spezielles einfallen lassen: Der abgesetzte Dachspitz mit der integrierten Lueftung sorgt dafuer, dass am Abend die Waerme im Dachteil einfacher und schneller entfliehen kann und es im Haus drin schneller auf natuerliche Art abkuehlt. Es war nicht ganz einfach, den Arbeitern zu erklaeren, was genau ich will. Nun sind sie aber begeister davon. Bin mal gespannt, ob man eine solche oder aehnliche Konstruktion in Zukunft bei Haeusern in der Gegend ebenfalls sehen wird....

     

    Freitag, 13. Mai 2005: Bestimmt der aufregendste Tag seit ich hier in Asien lebe! Der Tag verlaeuft ganz normal, bis grad kurz nach Arbeitsende am Abend der Sohn eines Nachbarn zu uns rueberrennt, mit der schockierenden Mitteilung, dass aus Westen ein grosses Feuer auf unser Gebiet zukommt. Zuerst wissen wir nicht recht, was anfangen mit dieser Mitteilung, bis wir wenige Minuten spaeter den Rauch am Himmel sehen und das entfernte Knistern hoeren. Wir ahnen den ungefaehren Standort und den Weg des Feuers suedlich vorbei an unserem Grundstueck, vermutlich grad bis zum Kanal heran, der den Sueden unseres Grundstuecks abgrenzt. Natuerlich eilen wir sofort zum Suedende des Grundstuecks. Dort muessen wir jedoch mit grossem Schrecken feststellen, dass das Feuer bereits ueber den Kanal kam und direkt die suedliche Haelfte von unserem Grundstueck ansteuert. Waehrend wir beraten, was zu machen ist, muessen wir feststellen, dass schnelles Handeln gefragt ist, denn die Flammen breiten sich durch den Wind aus Westen schnell aus.

    Wir entscheiden uns dafuer, dass es ein Versuch wert ist, und holen Werkzeug, um eine Schneise zu machen. Lange haben wir dafuer aber nicht Zeit. Geschaetzt bleiben uns keine 20 Minuten dafuer. Gottseidank mussten genau auf dieser Grenzlinie bereits einige Baeume gefaellt werden fuer die Vermessung vom Grundstueck. Dies ist nun eindeutig unsere grosse Hilfe und Rettung, wie sich spaeter herausstellt. Mit Hacken schlagen wir eine Schneise, und entfernen bestmoeglich alles brennbare Material. Zuerst an den Stellen, die vom Feuer voraussichtlich zuerst erreicht werden. Was wir dann in den naechsten Minuten im Kampf gegen das Feuer erleben und durchstehen muessen, kann nicht beschrieben werden. Aber niemand gibt auf, und in teils grosser Hitze und starkem Rauch kaempfen wir unermuedlich gegen die Flammen.

    Geschafft! Das Feuer kann gestoppt und bezwungen werden. Deutlich zu sehen die Schneise, welche auch die Grenze von unserem Grundstueck ist, und links die zerstoerte und verbrannte Landschaft. Rechts von der Schneise unser Grundstueck, unbeschaedigt und gerettet, dank dem einmal mehr unermuedlichen und tollen Einsatz meiner Arbeiter. Noch lodern ueberall kleine Brandherde, welche wir alle noch einzeln vernichten und ueberwachen, so dass keinesfalls das Feuer nochmals loslegen kann. Es herrscht zur Zeit enorme Hitze und absolute Trockenheit, so dass die Gefahr eines auch noch so kleinen Brandherds entlang der Grenze zu gross waere, dass das Feuer nochmals loslegen koennte.

    Kurz vor Sonnenuntergang dann das traurige Bild der Zerstoerung. Am Boden ist alles verbrannt, und an den Baeumen haengen zwar noch Blaetter, aber auch diese sind durch die Hitze zerstoert. Die groesseren Baeume werden die Zerstoerung wohl ueberleben, nicht aber die kleineren und mittleren Baeume. Deren Staemme sind durch das Feuer und die enorme Hitze zu fest verkohlt. Ein riesiger Bamus entlang der Grenzlinie ist ebenfalls komplett bis innen rein ausgebrannt und verkohlt. Das Bild zeigt die Sicht nach Westen, woher das Feuer kam. Hier zu unserem Grundstueck hin konnten wir das Feuer stoppen, aber suedlich von unserem Grundstueck auf der anderen Seite des Kanals brennt es weiter, und das Knistern ist noch lange zu hoeren. Und als ich dann einiges spaeter zurueck in die Stadt fahre, sehe ich weit entfern am Horizont eine leichte Rotfaerbung. Es brennt noch immer... Einmal mehr ein grosses Dankeschoen an meine Arbeiter!

    Die grosse Duerre und Trockenheit ist aber auch an ganz anderen Orten zu bemerken: In der Stadt herrscht Wassernotstand. An vielen Orten in der Stadt und auch um die Stadt herum ist die Wasserversorgung zusammengebrochen. In meinem Miethaus lebe ich schon seit einigen Tagen aus dem Wassertank, welcher in regelmaessigen Abstaenden aufgefuellt werden muss. Das Wasser muss so teuer eingekauft werden. Nachdem mir einmal genau waehrend dem Duschen das Wasser ausgegangen ist, habe ich nun stets einige 5-Liter Wasserflaschen auf Vorrat im Haus. Man kann nie wissen, und nochmals moechte ich nicht eingeseift in der Dusche stehen ohne Wasser....

    Ein noch ganz junger Ochsenfrosch. Ochsenfroesche sind auf meinem Grundstueck und in der ganzen Umgebung relativ haeufig, und oft sehe ich sie auch tagsueber mal davon huepfen.

    Huebsch oder haesslich, darueber laesst sich streiten. Jedenfalls sicher ein Bild wert. Diesen Frosch wie auch der nachfolgende haben die Arbeiter bei den Arbeiten auf meinem Grundstueck gefunden, und mir wie alles Lebendige gebracht. Nach dem Fotographieren lasse ich die Froesche jedoch wieder frei.

    Froesche haben wir nun bereits diverse Arten auf dem Grundstueck gefunden. Sie sind einfacher aufzufinden als Schlangen, und nicht so schnell wie Echsen. Gestern habe ich in einem Baum direkt neben dem Haus eine Schlangenhaut im Geaest gefunden. Ich habe nun schon mit diversen Leuten aus der Gegend gesprochen, und Schlangen hat es sehr viele hier: Kleine, mittlere und eben auch die ganz grossen. Nur ist die Jahreszeit fuer das Auffinden ganz schlecht, und man braucht Zeit dafuer, sehr viel Zeit. Und die fehlt mir im Moment.

    Ab und zu kann ich es dennoch nicht lassen, und gehe dem lauten Rascheln im Gestruepp nach. Eindeutig das Geraeusch einer groesseren Echse. Meistens sind es dann Schmetterlingsagamen. Aus grosser Entfernung kann ich den Kopf erkennen. Mit viel Geduld und Ausdauer versuche ich, naeher an das Tier heranzukommen, damit die Distanz fuer ein Bild reicht. Aber immer wieder entfernt sich das Tier von mir. Man kommt hier einfach nicht an diese Echsenart ran. Nach langer Verfolgungsjagd endet dann die Reise vor diesem Loch. Ich koennte eine ganze Sammlung von Loechern machen, die ich so schon gefunden habe. Aber nicht eine einzige Schmetterlingsagame!

    Mein Bauteam! Bobo, der Vierbeiner, hilft ab und zu auch mal mit, aber mehr abbauen als aufbauen....! Ich haette nie gedacht, dass ich mal ein so gutes Team zusammenstellen kann, welches mich mit so viel Zusammenhalt und so viel Einsatz hier beim Aufbau unterstuetzt. In 3 Wochen fliege ich zurueck in die Schweiz, und ich werde sie alle vermissen. Wenn auch nur fuer kurze Zeit, denn in wenigen Wochen fliege ich wieder nach Thailand, um die Phase 2 in Angriff zu nehmen.

    Nun sind auch die Waende aussen verputzt. Versuchsweise haben wir dem Zementputz ein Pulver beigemischt, welches den Putz einfaerbt. Diese Variante waere viel resistenter gegen die Sonneneinstrahlung als nachtraegliches Streichen. Es war aber relativ schwierig, den Farbton abzuschaetzen, und es ist nicht ganz so herausgekommen wie vorgestellt. Nun, dann wird das ganze halt zusaetzlich noch gestrichen!

    Die Nordseite vom Haus mit der Westterrasse. Naechste Woche werden die Fenster ausgemessen und gefertigt. Parallel dazu werden wir im Innenbereich die Decken reinmachen. Es bleibt mir nicht mehr allzuviel Zeit hier, und die wenigen noch verbleibenden Wochen sollen sinnvoll genutzt werden.

    Auch die Dachumrandung ist nun fertig. Dies ist ganz alleine mein Werk. Waehrend die Arbeiter die Waende verputzen, montiere ich die Dachumrandung. Es ist zwar nicht immer ganz einfach,die 3 Meter langen Bretter alleine in die richtige Position zu bringen, aber mit einigen Hilfsmitteln gelingt es mir dann recht gut. Ich moechte keinesfalls einen Arbeiter als Hilfe von den Verputzarbeiten abzweigen, denn sonst kommen wir dort nicht genug schnell voran, und mein "Zeitplan" fuer die verbleibenden 3 Wochen faellt ins Wasser. Denn es muss bis zu meinem Rueckflug noch so viel gemacht werden....

    Bobo kann es mal wieder nicht lassen, voll im Treiben mit dabei zu sein!

    Weiter gehts nun im Innenbereich. Seit 5 Tagen machen wir in den Raeumen die Decken rein. Und auch bei diesen Arbeiten erleben wir mal wieder etwas Action, auch wenn dies nicht grad unbedingt notwendig gewesen waere.

    Zwischen den im Haus drin seit einigen Tagen aufgestapelten Gipsplatten hat es sich ein Skorpion bequem gemacht. Ich achte diesen nicht und fasse genau an der Stelle an, wo dieser an der Unterseite der Platte sitzt. Und er ist ziemlich aggressiv, jedenfalls sticht er sofort zu. Zuerst bin ich mir nicht sicher, ob er mit dem Stachel durch die Haut gekommen ist oder nicht, aber nachdem sich der Finger weder verfaerbt noch irgendwelche Schmerzen auftreten, war meine Haut wohl zu dick fuer seinen kleinen Stachel und den nicht allzustarken Schwanz. Die Art ist aber anscheinend nicht ganz ungefaehrlich. Aber es ist leider nicht so viel bekannt darueber.

    Die halbfertigen Zimmerdecken. Nun muessen die Gipsplatten noch verputzt werden. Dafuer lassen wir aber einen Spezialisten kommen, denn meine Arbeiter haben dafuer zu wenig Erfahrung und moechten dies deshalb lieber nicht alleine machen.

    Am Donnerstag ist nun endlich auch das schon vor langer Zeit bestellte Bohrteam eingetroffen. Nach wie vor haben wir auf dem Grundstueck ausser dem Teich kein Wasser, und ich bin froh, dass wir nun endlich mit den Bohrarbeiten anfangen koennen. Am Donnerstag wird jedoch noch nicht gebohrt, sondern der Bohrturm und das ganze Drumherum aufgebaut. Ich habe mich fuer die aufwendigere und auch teurere Variante entschieden. Dafuer wird 10 Meter tiefer gebohrt als bei der sonst ueblichen Variante. So wird die Wasserqualitaet besser, und es sollte auch in der Trockenzeit genuegend Wasser vorhanden sein, welches aus den gut 30 Metern heraufgepumpt wird.

    Der Bohrer! Mit seinen 18cm Durchmesser ist er auch deutlich groesser als der Bohrer, der bei der anderen Variante verwendet wird.

    Der Bohrturm aus der Naehe. Am Freitag, dem ersten Bohrtag, kommen wir rund 10 Meter tief in den Boden rein. Und heute Samstag, 28. Mai 2005 sind wir am Abend bei 18 Metern. Noch liegen gut 12 Meter vor uns, welche in weiteren 1 bis 2 Tagen gebohrt werden, je nach Bodenbeschaffenheit.

    Und hier die ganze Anlage. Vorne rechts im Bild die Wasserpumpe, welche aus dem Wasservorrat Wasser zum Bohrturm pumpt und oben in das Rohr leitet. Das Wasser wird dann im Rohr innen runter bis zum Bohrer gefuehrt, wo es zusammen mit dem Bohrschlamm oben aus dem Bohrloch wieder austritt und zurueck zum Wasservorrat fliesst. Der Wasservorrat ist lediglich ein Loch im Boden, welcher ab und zu wieder mit Wasser (aus dem Teich) nachgefuellt wird.

    Diese Xenochrophis piscator bringt mir ein Nachbar vorbei. Ich versuche Schritt fuer Schritt, den Leuten hier beizubringen, dass sie die Schlangen nicht erschlagen, sondern leben lassen sollen. Aber das ist nicht so einfach.  Wenige Nachbarn haben es bereits begriffen, und bringen mir die Schlangen vorbei, die sie entweder im oder ums Haus herum oder bei den Feldarbeiten, wie diese hier, finden. Als "Gegenleistung" gibts dafuer ab und zu mal eine Runde Whisky oder ein paar Flaschen Cola oder sonst irgendwas, was ihnen Freude bereitet.

    Diese Schlangenart ist hier weit verbreitet und haeufig anzutreffen. Sie wird gut einen Meter lang, und hat ein unheimlich beeindruckendes Abwehrverhalten. Sie ist aber ungiftig und absolut ungefaehrlich.

    Dodo, der kleine Rottweiler. Leider nur noch als Erinnerung. Er ist gestern gestorben. In den paar Monaten, in denen er gelebt hat, hat er auf unserer Baustelle stets fuer Unterhaltung und Lachen gesorgt. Aufgrund der Symptome koennte es sein, dass er durch einen Giftschlangenbiss gestorben ist. Er konnte es auch nie lassen, stets jedem Rascheln und jeder Bewegung im Gestruepp nachzugehen.

    Am vierten Bohrtag die erfreuliche Mitteilung vom Bohrteam: Wir sind auf eine Grundwasserader gestossen. In gut 30 Meter Tiefe fliesst ausreichend Wasser im Boden, welches von den Huegeln im Hinterland kommt. Dieses Wasser hat eine sehr gute Qualitaet, und ist auch in der Trockenzeit vorhanden. Die Wasserversorgung ist gewaehrleistet. Evtl benoetige ich dann zu einem spaeteren Zeitpunkt noch ein zweites oder drittes Bohrloch, damit fuer die ganze Farm genuegend Wasser zur Verfuegung steht. Aber das zeigt sich dann spaeter noch. Nachdem der Bohrturm abgebaut ist, erstellen wir ein kleines "Haeuschen", in welchem die Pumpe und das Bohrloch gut geschuetzt sind.

    Blick in das Pumpenhaus. Rechts im Bild das Bohrloch, welches gut 30 Meter in die Tiefe geht, und das kostbare Wasser liefert. Da ich mich fuer die tiefere Bohrvariante entschieden habe, wird auch eine staerkere Pumpe benoetigt. Nun laeuft die Anlage, und wir koennen die provisorische Wasserversorgung von meinem Teich abbauen.

    Diese Boiga multomaculata entdecken wir im Loch eines Zementsteins beim Bau des Pumpenhauses. Gluecklicherweise sieht die Arbeiterin diese noch eher kleine Trugnatter noch rechtzeitig im Loch, bevor sie den Stein aufsetzt. Sonst haetten wir das Tier regelrecht eingemauert. Diese Trugnatter hat angeblich ein nur schwaches Gift, und kann wegen dem kleinen Kopf und den Giftzaehnen weit hinten in Kopf fuer den Menschen kaum gefaehrlich werden.

    Immer wieder bin ich ueberrascht, wie schnell es sich bereits herumgesprochen hat, was ich hier am Aufbauen bin, und dass ich mich fuer Schlangen interessiere. Auf der anderen Seite des Dorfes, etwa 5 Kilometer von meiner Farm entfernt, wurde vor einiger Zeit ein Pythongelege entdeckt. Diese Information gelangt bis zu mir, und ich werde von einer dort wohnhaften Person zum Fundort gefuehrt.

    Ich bin dann jedoch ueberrascht (und auch etwas enttaeuscht), was ich dort vorfinde. Das Gelege ist abestorben, und liegt vermutlich schon laengere Zeit frei. Soviel ich bereits erfahren habe, hat der Tigerpyton in Thailand in diversen Gegenden eine spezielle Bedeutung, und ich gehe davon aus, dass auch aus diesem Grund hier der Fundort so hergerichtet wurde. Leider kann ich mich mit den Personen dort ueberhaupt nicht verstaendigen, und kann somit auch nichts genaueres dazu herausfinden. Ich freue mich aber sehr, dass mein Interesse fuer Schlangen bereits so weit bekannt ist, und dass man mich hierhergeholt hat.

    Gut die Haelfte der Decken sind nun eingehaengt, und wir machen mit dem Boden weiter. Ich moechte, dass bis zu meiner Abreise am 10. Juni ein Badezimmer und ein Schlafzimmer soweit fertig sind, dass diese beiden Zimmer bei meiner Rueckkehr bewohnbar sind. Die ersten paar Wochen werden dann zwar nicht grad wahnsinnig gemuetlich, dafuer muss ich aber jeweils am Abend nicht immer noch zurueck in die Stadt fahren.

    Mit Faden und Wasserwaage werden die Bodenplatten exakt ausgerichtet und verlegt. Auch hier leisten die Arbeiter eine sehr exakte Arbeitsweise. Blick vom Eingangsbereich her ins Wohnzimmer. Dazwischen wird dann noch die Treppe gebaut, welche in den oberen Stock fuehrt, und Eingangsbereich und Wohnzimmer etwas unterteilt.

    Langsam setzt die Regenzeit ein, und es vergeht nun fast kein Tag mehr, ohne dass es nicht mindestens einmal kurz heftig regnet. Duch den Regen kommen nun aber nicht nur mehr Schlangen hervor, sondern auch diverse andere Tiere wie beispielsweise dieser Tausendfuessler, welchen ich kurz nach dem Regen an einer Baumrinde entdecke.

    Auf dem gleichen Rundgang entdecke ich diesen Bindenwaran. Fuer mehr als dieses Bild reicht es leider nicht, denn das Tier ist sehr scheuh und verschwindet fluchtartig im Gestruepp entlang des Wasserkanals. Die Groesse des Tiers kann ich nicht genau erkennen, aber ich schaetze ihn auf etwas ueber einen Meter.

    Dafuer hab ich bei diesem Jungtier (ebenfalls Bindenwaran, Varanus salvator) mehr Glueck. Er ist so stark mit einem Kaefer beschaeftigt, den er versucht, aus einem Erdloch "herauszuangeln", dass er mich nicht bemerkt, und ich mich von hinten an ihn heranschleichen kann. Als er dann meine Hand bemerkt, ist es jedoch zu spaet und ich bin schneller als er. Zu Beginn versucht er immer wieder, zuzubeissen. Aber bereits nach wenigen Minuten hat er sich etwas beruhigt, und ich kann ihn sogar kurze Zeit auf der Hand loslassen, ohne dass er davonrennt. Nach dem Fotographieren lasse ich das Tier dann wieder frei.

    Die Fenster sind drin! Nun muessen nur noch die Aussenwaende gestrichen werden. Diese Arbeit verschiebe ich aber auf meinen naechsten Aufenthalt hier. Dafuer reicht die Zeit jetzt nicht mehr, und wir konzentrieren uns auf den Innenausbau. Nochmals haben wir einen kleinen Zwischenfall mit einer Giftschlange. Der schwarze Hund machte Begegnung mit einer Speihkobra, und kommt mit entzuendeten und schleimigen Augen zurueck. Sofort waschen wir seine Augen mit Wasser aus, und wie sich spaeter herausstellt, hat dieser Zwischenfall fuer ihn keine Folgen. Der weisse Hund hatte damals nicht so viel Glueck und ist seit seiner Begegnung mit einer Speihkobra auf einem Auge blind. Dies geschah jedoch noch vor meinem Aufenthalt hier.

    Dieses Loch hat einen Durchmesser von knapp 1.5 Meter und eine Tiefe von 3 Meter. Und es war ein "Sauchrampf"! Und das alles nur fuer das Abwasser. Nach dem Filtern gelangt es in dieses Loch, welches zusaetzlich noch mit Betonroehren gegen Einsturz verstaertk wird. Es gibt hier draussen naemlich keine Kanalisation. So wie das Wasser aus dem Boden gepumpt wird, so gelangt es nach dem Gebrauch wieder in den Boden zurueck.

    Diese Kukrinatter (Oligodon purpurascens ??) findet ein Nachbar bei den Feldarbeiten und bringt sie mir vorbei. Gemäss Buch soll diese Schangenart sehr agressiv sein, und die Zähne sehr schmerzhafte und nur langsam heilende Bisswunden verursachen. Ich kann all das bestätigen...! Sie ist sehr agressiv, was auch auf dem Bild gut zu sehen ist (das ist die Standardstellung, wenn ich mich dem Tier etwas nähere) und dann hatte ich auch das Vergnügen, von ihr gebissen zu werden. Ihr Kopf ist so wendig, dass sie mit den extrem scharfen Zähnen zubeissen kann, obwohl ich sie mit einer Hand hinter dem Kopf halte. Und wie es im Buch steht, der Biss (es ist kein üblicher Biss, sondern wie kleine Schnitte, verursacht durch die messerscharfen Zähne) ist relativ schmerzhaft und heilt nur sehr langsam. Nach einem Monat noch sind die kleinen Narben zu sehen. Diese Schlange ist relativ selten und es ist ein Glück, sie zu sehen.

    Nun haben wir auch mit dem Bau von den ersten Zuchtanlagen angefangen. Damit ich aber bereits einige Tiere fuer Beobachtungszwecke halten kann, habe ich vor einiger Zeit ein paar provisorische Gehege gebaut. Hier stehen die Arbeiter um eines dieser Gehege herum, und begutachten unseren neusten Fund...

    Ein Netzpyton! Wir haben diesen nicht weit weg vom Wohnhaus gefunden. Das Tier hat eine Laenge von ca 2 Meter. Er ist sehr aggressiv und bissig, und die Arbeiter haben grossen Respekt vor ihm. So war es bis jetzt auch nicht moeglich, die Laenge genau zu messen. Alleine kann ich ihn nicht halten. Mit enormer Kraft hat er meinen Arm umschlungen, so dass ich ihn nur mit groesster Muehe wieder entfernen konnte.

    Bereits mehrmals wurde von Feldarbeitern ein viel groesserer Netzpyton im Wald gesichtet, der an unser Grundstueck angrenzt. Gemaess den Angaben der Leute (welche mit Vorsicht zu geniessen sind...) soll er 6 Meter oder groesser sein. Aber das moechte ich zuerst sehen. Bis jetzt blieb meine Suche jedoch erfolglos, aber wer weiss, eines Tages....

    Freude herrscht. Da das Wohnhaus zu einem grossen Teil fertig ist, zumindest aussen, raeumen wir auch das Umfeld auf. Die Arbeiter freuen sich sehr, denn saemtliches Alteisen und Eisenreste duerfen sie einsammeln. Sie koennen dies zu einer Sammelstelle bringen, und erhalten dafuer pro Kg rund 20 Rappen. So kommt aus den gut 100 Kg Eisen ein Betrag von etwas ueber 20 Franken zusammen, was fuer die Leute hier sehr viel Geld ist.

    Der südostasiatische Raum ist bekannt dafür, dass er sehr viele Echsenarten beheimatet. Vorallem Agamen, Geckos und Skinke findet man hier sehr viele. Auf dem Bild ein Calotes, eine Agamenart, welche sehr häufig anzutreffen sind. Sie leben vorallem in Bodennähe und an den Baumstämmen, und mit etwas Geduld kann man sich ihnen auch recht gut nähern.

    Nochmals ein Calotes. Dieses Männchen lebt direkt vor meinem Hauseingang auf einem kleinen Steinhaufen. Es ist ziemlich standorttreu, und immer wieder sehe ich es zuoberst auf einem Stein mit kräftigen Farben, wie es durch heftiges Kopfnicken sein Revier verteidigt. Es hat sich schon recht gut an mich gewöhnt, und ich komme sehr nahe an das Tier heran. Dieses Bild habe ich aus einer Entfernung von weniger als einem Meter machen können.

    Nun haben wir auch mit dem Bau der Mauern fuer die Umrandung und die Zuchtanlagen angefangen. Die erste Schubkarre mit Zement wird in den Graben geleert fuer das Fundament. Total muessen wir ueber 2 Kilometer Mauern bauen...! Aber bis all diese Mauern gemacht sind, wird es noch ein Weilchen dauern. Es gibt auch noch sehr viel anderes zu tun.

    Die Steine liegen bereit fuer die Mauern. An mehreren Stellen verteilt auf dem Grundstuck haben wir nun solche Steinhaufen, welche fuer die Mauern der Zuchtanlagen vorgesehen sind. Diese Steine werden in Handarbeit nicht weit von unserem Grundstueck entfernt hergestellt.

    Auch das Klima hat sich inzwischen verändert. Der Himmel ist nicht mehr einfach nur strahlend blau, sondern imposante Wolkengebilde sorgen für Abwechslung und teils höllische Stimmung am Himmel. Die Regenzeit hat eingesetzt, obschon vom Regen viel zu wenig zu spüren ist. Die ganze Gegend leidet unter Wassermangel, und alle hoffen auf einen regenreichen Monat Juli. Aber wenn es dann mal regnet, dann grad heftig. In kurzer Zeit sind Strassen und ganze Felder überflutet, und manch eine Strasse ist kaum mehr befahrbar.

    Weiter gehts im dritten Teil der Beschreibung   "Momentaner Stand Teil 3".



     
    Tierbestand im Laden
  • Gesundheitsgarantie
  • NZ oder WF
  • Aktueller Tierbestand

  • Anmelden
       
        
     Anmeldeinfos speichern
    Anmelden
    Passwort vergessen?

    Umfrage

    Wo kaufen Sie meistens Ihr Futter ein?
    43% im Reptilien-Center in Schlieren
    26% im Profiterr-Onlineshop
    18% in einem anderen Laden
    4% in einem anderen Online-Shop
    9% andere Bezugsquelle

    © 2004 Reptilien - Center