Reptilien - Center in Schlieren
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Reptilien - Center
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    NZ oder WF

     

    Nachzucht oder Wildfang?


    Eine wichtige und entscheidende Frage, die sich ein verantwortungsbewusster Tierhalter unbedingt vor dem Kauf stellen sollte. Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, und lesen Sie diese Rubrik bis zum Ende durch. Sie hilft Ihnen sehr dabei, spaetere Enttaeuschungen, Aerger und Kosten zu ersparen.


    Die Zeit ruft nach Veraenderung und zukunftsorientiertem Denken und Handeln!

    Die Zeit der grossen Importe mit vielen Wildfangtieren gehoeren im Reptilien - Center in Schlieren schon lange der Vergangenheit an. Vor einigen Jahren hat sich das Reptilien - Center in Bezug auf Tierimporte dazu entschlossen, einen zukunftsorientierten Weg einzuschlagen. Mit dem Beginn vom Bau unserer eigenen Zuchtfarm fuer Reptilien und Amphibien im tropischen Asien wurde dafuer ein wichtiger und entscheidender Grundstein gesetzt (mehr dazu unter www.reptilienfarm.ch). Lesen Sie dazu bitte auch den unten angehaengten Auszug von dieser Website "Ideen und Hintergruende".

    Konkret fuehrt dieses Umdenken dazu, dass mittelfristig im Reptilien - Center mehr als 95% der angebotenen Tiere nicht der Natur entnommen wurden. In unserer eigenen Zuchtfarm wird ein Grossteil der benoetigten Tiere fuer den Verkauf unter optimalsten Bedingungen gezuechtet. Seit mehr als 10 Jahren haben wir intensive und gute Kontakte zu vorallem amerikanischen Zuchtstationen, wo wir ebenfalls einen Teil unserer Nachzucht-Tiere zukaufen. Und nicht zu vergessen sind natuerlich all diejenigen Tiere, die von Schweizer Zuechtern oder umliegenden Staaten stammen.


    Mittel- bis langfristig ganz ohne Wildfang-Tiere!

    In der naeheren Zukunft wird es leider noch nicht ganz moeglich sein, komplett auf Wildfangtiere verzichten zu koennen. Wir beschraenken und dabei aber deutlich auf diejenigen Tiere, wo wir einen Import als Wildfangtier als sinnvoll erachten. Es sind dies vollumfaenglich diejenigen Tiere, wo wir aus eigenen Erfahrungen vor Ort in den betreffenden Herkunftslaendern und entsprechenden Abklaerungen ueberzeugt sind, dass diejenigen Tiere in reichhaltiger und unbedenklicher Menge vorkommen, deren Lebensbiotope ausreichend gross sind, und ein Fang fuer die Terraristik keine Bedrohung der Art darstellt. Ebenso sind dies nur diejenigen Tiere, die auch sinnvoll und artgerecht gehalten werden koennen in Gefangenschaft, und fuer die eine Umgewoehnung wie auch ein Transport kein Lebensrisiko darstellt. Es sind dies Arten wie beispielsweise Rotkehlanolis, Hausgeckos und aehnliche Arten. Aber auch diejenigen Arten werden wir mittel- bis langfristig in das Zuchtprogramm unserer Farm integrieren, so dass wir in diesem Zeitraum auch von diesen Tieren nur noch Nachzuchten anbieten koennen. Eine ggf notwendige Blutauffrischung erfolgt in unserer Zuchtfarm, durch Austausch mit anderen Zuchtstationen oder falls unumgaenglich durch EINZELNE Wildfangtiere.


    Nicht von heute auf morgen!

    Leider ist ein solcher Prozess und eine solche Umstellung nicht von heute auf morgen moeglich. Der Aufbau einer Zuchtfarm dauert lange, vorallem dann, wenn die Zuchtfarm zukunftsorientiert konzipiert ist und eine entsprechende Groesse und Infrastruktur aufweist, und bedarf vielen Einrichtungen und Bauten. Somit ist es uns leider nicht moeglich, ueber Nacht ein reichhaltiges Angebot an Nachzucht-Tieren zu praesentieren.

    Was wir Ihnen jedoch schon heute praesentieren koennen, ist unser Umdenken und den entsprechenden Tiereinkauf. Auch heute schon setzten wir diesen Massstab, und achten streng und serioes auf unsere Richtlinien.

    Aus den dargelegten Gruenden haben wir uns entschlossen, auf diverse Tierarten in unserem Laden zu verzichten. Ebenso verzichten wir auf den Einkauf von Tieren von dubiosen Stellen, die sich "Zuchtfarm" nennen, indem traechtige Weibchen eingefangen, und dann die Jungtiere als Nachzucht verkauft werden. Dies ist unser Erachtens keine Nachzucht. Ebenso wenig stammt das Tier aus einer Nachzucht, wenn es eingefangen wird, und anschliessend vor dem Versand einige Zeit in einer Farm gehalten und eingewoehnt wird. Leider werden nach wie vor, auch in der Schweiz, viele solche Tiere als Nachzucht angeschrieben und verkauft.


    Sie als Kunde entscheiden!

    Kein Angebot ohne Nachfrage. Es werden nur so lange Wildfangtiere angeboten, als diese auch gekauft werden. Ein verantwortungsbewusster Tierhalter ueberlegt sich gut, ob er sich ein Wildfangtier oder eine Nachzucht zulegen moechte. Und ein spontaner Tierkauf, nur weil das Tier grad billig ist, foerdert weiterhin die Importe von Wildfang-Tieren. Ueberlegen Sie sich gut, was Sie kaufen. Jedes Wildfang-Tier, welches Sie kaufen, fordert bis zu 10 weitere Tiere, die als Folge wieder der Natur entnommen werden! Ein Haendler importiert nur das, was er verkaufen kann. Sie koennen den ersten Schritt machen, indem Sie vor der Verkaufsanlage stehend "NEIN" sagen und mit dem stolzen Gefuehl nach Hause fahren koennen, dass Sie einen wichtigen Schritt zum Schutz unserer Flora und Fauna gemacht haben.

    Leider werden aber, wie bereits erwaehnt, nach wie vor viele Tiere als Nachzucht angeschrieben und verkauft, die in Tatsache nichts anderes als ein Wildfang-Tier sind. Lassen Sie sich im Zweifelsfalle vom Haendler schriftlich bestaetigen, dass es sich um eine echte Nachzucht handelt. Folgende Richtlinien helfen Ihnen ebenfalls weiter:

    - Eine Nachzucht ist in der Regel teurer als ein Wildfang. Billige Tiere sind oft Wildfaenge.
    - Angebotene adulte Tiere, insbesondere wenn es sich nicht um Einzeltiere handelt, sind sehr oft Wildfangtiere. Nachzuchten werden in der Regel als junge bis subadulte Tiere abgegeben und angeboten.
    - Nahezu alle Tiere, die aus Importen von Afrika, Asien oder Suedamerika stammen, sind Wildfaenge.
    - Lassen Sie sich im Zweifelsfall die Exportdeklaration vom Import zeigen. Dort ist die Herkunft vom Tier aufgefuehrt. Bei geschuetzten Tieren zeigt das CITES-Dokument, ob es eine Nachzucht oder ein Wildfang ist. (der Haendler kann selbstverstaendlich den Absender abdecken oder ueberkleben)

    Die Unterschiede liegen im Preis!

    Qualitaet hat seinen Preis, und auch ein guter Service muss bezahlt sein. Nicht immer ist das billigste das beste. Manch ein Tierhalter hat sich aus Preisgruenden fuer einen billigen Wildfang entschieden, um anschliessend hohe Kosten aufzuwenden fuer Parasiten- und Krankheitsbehandlung, wo dann das Tier nach langer Elendszeit doch gestorben ist. Ueberlegen Sie gut, und entscheiden Sie richtig! Eine Nachzucht ist nun mal teurer. Dafuer aber hat der Kaeufer anschliessend keine Probleme mit dem Tier, kann sich grossen finaziellen und zeitlichen Aufwand ersparen, und somit mehr Zeit mit der Freude an seinem Hobby verbringen.

    Unsere Empfehlung:

    Bevorzugen Sie diejenigen Geschaefte, die einen zukunftsorientierten Weg gehen, und mit Verantwortung der Natur gegenueber handeln. Nicht das Geschaeftsinteresse alleine ist massgebend, der Einklang mit der Natur muss dabei unbedingt mitberuecksichtigt werden. Entscheiden Sie Ihren Kauf nicht nur aus finanziellen Aspekten, sondern legen Sie grossen Wert auf die Herkunft von Ihrem zukuenftigen Haustier. Ein Tierfreund, der ein Tier kauft, nur weil es billig ist, und sich ueber die Herkunft und Umstaende, wie es ins Terrarium kam, keine Gedanken macht, ist kein echter Tierfreund. Tiere sind keine Ware, und wir tragen die Verantwortung ueber Ihr Leben!

     

    Auszug aus unerer Website www.reptilienfarm.ch >>>>> Ideen und Hintergruende

    Vor rund 10 Jahren haben wir das Reptilien-Center in der Schweiz gegruendet. In mehreren Etappen wurde dieses Fachgeschaeft fuer Terraristik erweitert und ausgebaut, und praesentiert sich heute mit ueber 250 Quadratmetern Ladenflaeche, mehreren Lagerraeumlichkeiten und eigener Produktionsstaette. Obschon auch in der Schweiz weitere Expansionen geplant sind, haben wir vorerst unsere weitere Entwicklung auf den asiatischen Raum verlegt. Insbesondere ein zukunftsorientiertes Denken und Planen ist fuer diesen Entscheid massgebend. Die Gruende fuer diesen Schritt moechten wir Ihnen nachfolgend praesentieren:

    Die Tiere und ihre Lebensraeume:

    Der Handel mit Reptilien und Amphibien, aber auch ganz anderen exotischen Tieren, ist global betrachtet enorm und kaum vorstellbar. Aus fast allen Gegenden unserer Erde werden Tiere eingefangen, verschoben, gehandelt, verschickt, verkauft und getoetet. Die Herkunftsorte sind ueberall dort, wo das einfangen solcher Tiere erlaubt ist. Und selbst an Orten, wo dies gesetzlich verboten waere, werden Tiere auf illegalem Wege gefangen und ausgefuehrt. Und das alles, weil gewisse Leute Freude an solchen Tieren haben. Was ja auch verstaendlich ist. Nur geschieht dies sehr oft leider auf Kosten der Natur. Viele Tiere sind vom Aussterben bedroht. Dafuer ist aber nicht nur der Handel fuer die Terrarienhaltung dieser Tiere verantworlich. Dieser Faktor ist meistens ein ganz kleiner Teil. Viel entscheidender dafuer ist die globale Zerstoerung. Abholzung von Regenwaeldern, Zerstoerung von Ueberschwemmungsgebieten, Luft- und Gewaesserverschmutzung, aber auch viele andere Faktoren, sind dafuer ausschlaggebend, dass ganze Biotope fuer Tierarten verschwinden und den Tieren somit die Lebensgrundlage genommen wird. Wer sich nicht anpassen und als Kulturfolger leben kann, ist verurteilt zum Aussterben. Diese und viele, meistens vom Menschen verursachte Faktoren sind massgebend, dass die Artenvielfalt und Anzahl der Tiere, und natuerlich auch Pflanzen, nach und nach abnimmt. Dies fuehrt mehr und mehr dazu, dass bedrohte Tierarten auf die Artenschutzliste gesetzt werden (eine gewisse Ironie, denn dadurch "duerfen" die Biotope dennoch weiter zerstoert werden) und nicht oder nur noch beschraenkt gehandelt werden duerfen. Somit werden viele Tierarten in absehbarer Zukunft auf dem Markt fuer Terrarianer verschwinden, zumindest als Wildfangtiere.

    Die Tiere und Ihre Stressempfindlichkeit:

    Es ist allgemein bekannt, dass Reptilien und Amphibien sehr empfindlich auf Stressfaktoren reagieren koennen. Ein Frosch kann beispielsweise innerhalb weniger Sekunden vom Schock sterben, wenn er in der Hand gehalten wird. Obschon dies eher eine Ausnahme ist, sind viele andere Faktoren dafuer verantwortlich, dass Reptilien und Amphibien aufgrund von Stresssituationen sehr schnell so stark geschwaecht werden, dass dies fuer die Tiere lebensbedrohlich werden kann. Die meisten in freier Wildbahn lebenden Tiere haben innere wie auch aeussere Parasiten. In Kombination mit erhoehtem Stress kann dies sehr schnell und leicht zum Tod des Tieres fuehren. Es ist also enorm wichtig, moeglichst viele Stressfaktoren, die auf das Tier einwirken, vermeiden zu koenenn oder so minimal wie nur moeglich zu halten. Tiere, welche der Natur entnommen und eingefangen werden, erleiden in der Regel einen sehr grossen Stressfaktor. Dazu kommen dann die meist noch sehr schlechten Haltungsbedingungen beim Grosshaendler in den betreffenden Fangregionen. Viel zu stark besetzte Kaefige, keine oder schlechte Ernaehrung, zu geringe Aufnahme von Wasser, Verletzungen, die nicht behandelt werden, etc. Bis das Tier dann endlich fuer den Weitertransport fuer beispielsweise Europa verpackt wird, ist es vielmals schon so schwach, dass es den bevorstehenden Transport kaum ueberleben wird. Eine Vielzahl der eingefangenen Tiere sterben noch vor dem Transport, ein Teil waehrend dem Transport, und ein weiterer Teil schlussendlich beim Haendler oder Kunden in Europa. Auf ein lebend ankommendes Tier fallen in der Regel ein Vielfaches an gestorbener Tiere. Eine traurige Bilanz, die so nicht sein muesste.

    Das Projekt wird geboren:

    Insbesondere die vorangehend beschriebenen Gruende, wie auch andere, welche weiter unten erwaehnt werden, waren ausschlaggebend, dass wir uns fuer eine zukunftsorientierte und tiergerechte Loesung entschieden haben. Wir haben uns fuer einen Weg entschieden, der uns auch in entferner Zukunft noch ermoeglicht, Tiere in unserem Laden anbieten zu koennen. Tiere, die unter optimalen Bedingungen in kontrollierter Umgebung aufwachsen, ohne der Natur entnommen werden zu muessen. Dass ein solches Projekt in der Schweiz nicht durchfuehrbar ist, ist naheliegend. Die Grundstueckskosten sind viel zu hoch fuer einen solchen Einsatzbereich, ebenso die Personalkosten. Aufgrund des Klimas in der Schweiz koennte eine solche Zucht nur in Innenraeumen betrieben werden. Es muss fuer ideale Lichtverhaeltnisse gesorgt werden, und das Klima muss kuenstlich nachgeahmt werden. Das alles ist fast unmoeglich, und wenn, dann nur mit enormen Kosten, die in Kauf genommen werden muessten. Dies widerum macht schlussendlich den Weg vom Ei bis zum verkaufsfaehigen Tier so teuer, dass niemand mehr das Tier bezahlen moechte. So musste nach einer Loesung gesucht werden, welche die Faktoren Klima und Betriebskosten positiver darstellen laesst. Und dies widerum bringt ein solches Projekt ins ferne Ausland. Einerseits in ein Land, welches klimatisch bedingt optimal ist fuer eine Vielzahl von Reptilien und Amphibien, und andererseits in ein Land, in welchem die Betriebskosten tief gehalten werden bei dennoch vorhandener minimaler Infrastruktur.

    Die Suche nach der Geburtsstaette:

    Es ist naheliegend, dass nach den vorgaengig beschriebenen Faktoren nur ein subtropisch bis tropisches Land in Frage kommt. Somit bewegen wir uns entweder in Suedamerika, Afrika oder Asien. Suedamerika und Afrika scheiden schon schnell mal aus aufgrund politischer Lage, ungenuegender Infrastruktur oder Kriminalitaet. Eine Zeitlang war Madagascar weit vorne im Rennen, ist dann aber aufgrund der relativ langen und umstaendlichen Anreise ausgeschieden (was nicht heissen soll, dass Madagascar zu einem spaeteren Zeitpunkt nicht nochmals fuer ein weiteres Projekt in Betracht gezogen wird). Somit liegt die Auswahl bei Asien. Dass wir uns dann schlussendlich fuer Thailand entschieden haben, hat viele Grunde: Thailand ist in seiner Entwicklung relativ weit vorne im Vergleich zu anderen asiatischen Laendern. Die Infrastruktur des Landes ist vielerorts gut ausgebaut, und die polititsche Situation ist ruhig und geregelt. Geographisch gesehen liegt Thailand im asiatischen Raum sehr zentral. Bangkok ist eine der wichtigsten, wenn nicht gar die wichtigste Drehscheibe Asiens. Ab Europa ist Bangkok taeglich mit etlichen Fluegen verschiedenster Airlines zu erreichen. Und widerum jedes Land im asiatischen Raum ist ab Bangkok per Luftlinie erreichbar. In weniger als drei Flugstunden erreicht man Singapore, Ho Chi Minh, Kuala Lumpur, Hongkong und andere wichtige Staedte Asiens. Thailand, insbesondere der Grossraum Bangkok, ist die ideale Lage fuer unser Vorhaben.

    Ideen und Ziele:

    Der momentane Stand ist nach wie vor der komplette Aufbau der Farm. Zuerst wird die gesamte Infrastruktur erstellt, die fuer einen sicheren und reibungslosen Ablauf notwendig ist. Dies beinhaltet die eigenen Raeumlichkeiten, Raeumlichkeiten fuer eine schweizer Farmleitung, Unterkunft fuer die Angestellten und Tierpfleger, Lager- und Produktionsraeume, Strassen- und Wegnetz, Wasserversorgung, Absicherung vom gesamten Gelaende nach aussen wie auch nach innen, Aufbau von Gehegen und Zuchtanlagen, Quarantaene- und Krankenstation und Umgewoehnungsanlage von Aussenanlagen zu Terrarienhaltung. Es ist bei Bauarbeiten im asiatischen Raum sehr schwierig, Terminangaben zu machen. Wir hoffen aber und rechnen auch damit, dass diese Infrastruktur in der ersten Jahreshaelfte 2007 erstellt ist. Dies bedeutet, dass wir ca Mitte 2007 in die Startloecher treten und die ersten Tiere zu uns auf die Farm importieren, welche fuer den Zuchtanfang benoetigt werden.

    Immer wieder werden wir angefragt, ob wir bei uns auf der Farm nur thailaendische Tiere, oder auch andere Tiere zuechten werden. Es ist so, dass wir hauptsaechlich auslaendische, hier nicht heimische Tierarten zuechten werden. Alle in Thailand lebenden Reptilien und Amphibien sind geschuetzt, und duerfen ohne Bewilligung nicht ausgefuehrt werden. Obschon es in Thailand sehr viele schoene und interessante Reptilien und Amphibien gibt, sind viele davon fuer die Terrarienhaltung weniger geeignet oder auf dem schweizer Markt auch nicht besonders gefragt. Dennoch werden wir versuchen, fuer ein paar wenige Arten eine Zuchterlaubnis zu erhalten, die uns die spaetere legale Ausfuhr der eigenen Nachzuchten ermoeglicht. Der Hauptteil der fuer unsere Zucht in Frage kommender Tiere besteht aber aus Arten, die nicht in Thailand leben. Es sind dies einerseits Tierarten, fuer die in der Schweiz eine grosse Nachfrage und ein grosses Interesse besteht. Vorallem auch Tierarten, die in der Terrarienhaltung schlecht oder nur schwierig nachgezuechtet werden koennen, oder Tierarten, fuer welche die Aufzucht unter natuerlichen Bedingungen (Sonnenlicht) viel optimaler ist als unter kuenstlichen Verhaeltnissen. Andererseits moechten wir aber auch Tiere zuechten und zu zuechten versuchen, welche in Terrarien selten gehalten werden, weil sie entweder kaum erhaeltlich sind oder nur zu sehr hohen Preisen. Eine Liste mit all den fuer die Zucht vorgesehenen Tieren besteht noch nicht. Diese wird aber sehr vielfaeltig sein und geht von einfachen Arten wie Bartagamen, Leopardgeckos oder Taggeckos ueber Pythons oder Boas bis hin zu den heikleren und schwierigeren Tieren wie Chamaeleons, Zwergwaranarten, Kroetenechsen und vieles mehr. Es werden dies Tiere sein aus allen Kontinenten.

    Erstmals muessen Zuchtanfaenge zu uns auf die Farm eingeflogen werden. Dafuer versuchen wir natuerlich Tiere aus bestmoeglichen Verhaeltnissen zu bekommen. Aus diesen Tieren werden verschiedene Zuchtgruppen zusammengestellt, und teils auch unter verschiedenen Verhaeltnissen und Bedingungen gehalten. Es wird viel Zeit und Beobachtung benoetigen, um eine erfolgreiche Zucht aufbauen zu koennen. Anfaenglich werden dies ein paar wenige Tierarten sein, die kontinuierlich erweitert werden. Die Zuchtanlagen werden so geplant und aufgebaut, dass wir schlussendlich in der Lage sein werden, bis ueber 100 verschiedene Tierarten zu je mehreren Zuchtgruppen halten und zuechten zu koennen.

    Die Nachzuchten widerum werden in speziellen Aufzuchtbehaeltern unter optimalen Verhaeltnissen im Freien aufgezogen. Je nach Tierart koennen diese schon bald nach dem Schlupf oder Geburt fuer den Export vorbereitet werden. Andere Arten widerum muessen laenger bei uns gehalten und aufgezogen werden, bis sie fuer die Reise nach Europa vorbereitet werden koennen. Dieser Vorgang ist je nach Tierart verschieden. Wo notwendig werden die Tiere zuerst von der Aussenanlage schrittweise auf die Terrarienhaltung mit Kunstlicht vorbereitet. Dies geschieht kontinuierlich und ist fuer das Tier unproblematisch. Wie bereits vorgaengig beschrieben, sollen die Stressfaktoren fuer das Tier tiefstmoeglich gehalten werden. Ein aus einer Aussenanlage kommenes Chamaeleon beispielsweise erleidet ebenfalls einen grossen Stressfaktor, wenn es ohne Umgewoehnung in ein Terrarium mit Kunstlicht gesetzt wird. Fuer diesen Vorgang wird ein halbgeschlossenes Gebaeude mit Kunstlicht errichtet, in welchem die Lichtverhaeltnisse schrittweise auf Kunstlicht abgeaendert werden koennen. Jedes Tier wird in der Versandvorbereitung einzeln begutachtet. Dazu gehoert auch eine vorgaengige Parasitenbehandlung. Es werden nur absolut gesunde, kraeftige, parasitenfreie und umgewoehnte Tiere fuer den Versand freigegeben.

    Dank der ueberaus guten Lage unserer Farm haben wir sehr kurze Anfahrtszeiten zum internationalen Flughafen von Bangkok. Die meisten Fluege nach Europa sind (Mitter)Nachtfluege. Dies bedeutet, dass die Tiere erst am Abflugstag verpackt werden muessen und zuvor noch ausreichend versorgt werden koennen. Dank der Abflugszeit mitten in der Nacht besteht keine Gefahr, dass die Tiere auf dem Flughafen in der Sonne stehen bleiben und ueberhitzt werden. Zu tiefe Temperaturen scheiden ebenfalls aus. Hier vor Ort haben wir demzufolge optimale Verhaeltnisse fuer den Transport. Auf dem Direktflug erreichen die Tiere rund 12 Stunden spaeter den Flughafen Zuerich, wo sie widerum von uns in Empfang genommen werden. Nur 24 Stunden nachdem die Tiere aus ihren Terrarien oder Zuchtanlagen entnommen wurden, sind sie bereits bei uns in Schlieren. Es sind dies ueberaus optimale und schoenende Verhaeltnisse fuer einen Tiertransport (keine Reisezeiten von drei, vier oder noch mehr Tagen, wie dies sonst mehrheitlich ueblich ist).

     



     
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